So wehren Sie sich gegen Schnecken

Die Liste der Ratschläge gegen Schnecken wahrhaft lang, allerdings gibt es für keinen noch so gut gemeinten Ratschlag eine einhundertprozentige Erfolgsgarantie. Gerade wenn in sehr feuchten Sommerwochen die Schnecken, speziell die Nacktschnecken, ihr Unwesen in den Gärten treiben. Oftmals ist eine Kombination unterschiedlicher Methoden die beste Wahl. Das immense Auftreten der Nacktschnecken zeigt, dass die Natur aus ihrem Gleichgewicht geraten ist. Naturschutzverbände empfehlen natürliche Feinde wie beispielsweise Blindschleichen, Igel oder Kröten gegen Schnecken innerhalb des eigenen Gartenbereiches zu unterstützen. Diese nützlichen Tiere leben am liebsten in einem natürlich belassenen Garten.

Um die gefährdeten Pflanzen gegen Schnecken zu schützen, sollten Sie den Gartenboden so weit wie möglich offen halten und nicht mulchen. So kann die Erde ausreichend abtrocknen. Schnecken benötigen jedoch reichlich Feuchtigkeit, Trockenheit dagegen ist ihr absoluter Feind. Ein erprobtes Mittel ist zudem, um die Beete rundherum eine breite Spur aus Kalk und Sägemehl zu streuen. Die Schnecke vermeidet eine Berührung mit rauen Oberflächen und die Kalkspur verätzt ihre Sohle. Bei regnerischem Wetter muss diese Methode allerdings häufig erneuert werden. Äußerst wirksam, da sie gegen Schnecken giftig wirken, aber nicht für die Umwelt, ist die Nutzung von Kaffeesatz oder Kaffee. Der Fachhandel bietet des Weiteren gegen Schnecken wirksame Schneckenzäune an, die von ihnen nicht zu überwinden sind.

Ist der Gartenbereich stark von Schnecken befallen, eignet sich gegen Schnecken regelmäßiges Absammeln. Hohl liegende Holzstücke/Bretter können Sie mit großen Blättern (beispielsweise vom Rhabarber) sowie pflanzlichen Abfällen versehen, damit die Schnecken diese als Verstecke annehmen, um auf denen danach die Tiere täglich abzusammeln. So können Sie auch der „Spanischen Wegschnecke“ begegnen. Diese Tiere verdrängen mit massenhaftem Auftreten sogar die heimische Nacktschnecke. Sie wird aufgrund ihrer besonders starken Schleimabsonderung selbst von Kröten oder Igeln verschmäht. Zudem macht dieser Schnecke extreme Trockenheit wenig aus. Des Weiteren gehören zu den schädlichen Nacktschnecken die Gartenwegschnecke sowie die Ackerschnecke.

Selbst bei allem Ärger über diverse Fressschäden sollte Ihr Kampf gegen Schnecken in Maßen betrieben werden. Schnecken bevölkern als Gesundheitsdienst jeden Garten. Sie fressen beispielsweise tote Tiere sowie verwesende Pflanzenteile und zersetzen Pflanzenreste, sodass sich wertvoller Humus bilden kann. Somit dienen Schnecken einer lebendigen Gartengemeinschaft. Die geschützte Weinbergschnecke darf allerdings nicht bekämpft werden. Sie frisst zum Beispiel mit besonderer Vorliebe Nacktschnecken-Gelege. Bei Bänderschnecken (Schnecken mit gelblichem Gehäuse und schwarzem Band) ist eine Bekämpfung nicht notwendig. Sie ernähren sich hauptsächlich von abgestorbenen Pflanzen und richten keinerlei Schäden an. Sie müssen nichts gegen Schnecken dieser Art unternehmen.

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