Notvorrat für die Krise

In unserer industriell geprägten Wohlstandsgesellschaft leben wir in einer trügerischen Sicherheit. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit von Ausnahmesituationen und Krisen, beispielsweise infolge von Kriegsausbrüchen oder Naturkatastrophen, hierzulande eher gering. Tritt ein solcher Fall aber tatsächlich ein, kommt das öffentliche Leben und die infrastrukturelle Versorgung womöglich sehr plötzlich auf unabsehbare Zeit zum erliegen.

Gerade die Erreichbarkeit von Nahrungsmitteln, Treibstoffen, medizinischer Versorgung, sowie Elektrizität und sauberem Wasser ist dann oftmals nicht mehr gegeben. Auch elektrischer Strom ist aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken und muss im Notfall durch eigene Mittel oder entsprechende Alternativen ersetzt werden. Darum sollte sich jeder für den Fall einer nötigen Selbstversorgung einen Notvorrat anlegen, der im Falle einer Krise das eigene Überleben und das der Familie sichern kann.

Für einen längeren Zeitraum sollte durch den richtig gewählten Notvorrat alles Wichtige gesichert sein. Neben der Bevorratung mit haltbaren, auch kalt genießbaren Lebensmitteln ist es wichtig, eine Grundversorgung mit Medikamenten und Hygieneartikeln sicher zu stellen. Insbesondere Konservennahrung und Astronautenkost bietet sich an, ebenso wie Vitamintabletten und Süßwaren zur Abwechslung für die kleineren Familienmitglieder. Neben den benötigten Medikamenten sollten auch Kohletabletten, Durchfallmedikamente, Schmerzmittel und Desinfektionsmittel greifbar sein.

Auch ein großzügiger Vorrat an Wasser ist entscheidend, vor allem mit genießbarem Wasser. Hier lohnt sich die Anschaffung eines Wiederaufbereitungsmittels, dass zum Beispiel im Camping-Fachhandel leicht zu erhalten ist. Ebenfalls dort erhältlich sind unverzichtbare kompakte Helfer, wie Gaskocher, Schlafsäcke für kalte Nächte, tragbare Radios mit Batteriebetrieb (zur wichtigen Verfolgung der Nachrichten) und Vieles mehr. Ein Keller im eigenen Haus eignet sich hervorragend, um für die gesamte Familie einen entsprechenden Notvorrat für mehrere Wochen anzulegen. Es ist auch sinnvoll, über die Anschaffung eines Generators mit entsprechendem Kraftstoffvorrat nachzudenken. Neben der Überlegung zu überlebenswichtigen Dingen sollte der Notvorrat außerdem stetig auf Haltbarkeit geprüft werden. In Mehrfamilienhäusern sind die Vorräte zur Sicherheit innerhalb der eigenen Wohnung aufzubewahren und nicht im Gemeinschaftskeller.

Darüber hinaus ist auch das Verlassen des eigenen Zuhauses auf unabsehbare Zeit zu bedenken. Ein Notfallgepäck sollte schnell greifbar sein, das sowohl Nahrung, Wasser, Medikamente, Hygieneartikel und Kleidung, aber auch alle wichtigen Unterlagen beinhaltet. Auch Kraftstoff für den PKW sollte vorhanden sein, wenngleich das Gepäck vor allem auf Fußmärsche ausgerichtet werden muss. Zur näheren Information hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zum Thema Selbstversorgung im Notfall eine Übersicht erstellt, die jeden Haushalt auf eine Krise vorbereiten soll.

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